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Gemeindeforum von St. Peter und St. Paulus

Zukunftsforum der Gemeinden St. Peter und St. Paulus

Ergebnisse des Forums werden am 9. Dezember 2018 nach dem Gottesdienst in St. Paulus vorgestellt.


Bilder des Forums am 28.Oktober 2018


Danke für ihre Mitarbeit, für Ihr Mitdenken und Mittun!

 

Grund für das Forum

Liebe Schwestern und Brüder,

dass sich unsere Kirche verändert, spüren wir in diesen Wochen auch in unseren Pfarreien St. Peter und St. Paulus sehr deutlich. Das löst bei manchen von uns Unsicherheit aus, wie es weitergehen soll, während andere zuversichtlich nach vorne schauen.
Ich verstehe so manche Aufregung und Enttäuschung, manchen Unmut und Ärger über die Kirche, manches darf und muss (im Großen wie im Kleinen) auch kritisiert werden – aber eine Bitte habe ich doch an Sie alle:

Lassen Sie uns gemeinsam genau hinschauen und unterscheiden! Es stimmt nämlich nicht, dass alles so bleiben muss, wie es ist.
Es stimmt aber auch nicht, dass sich alles ändern muss.

Der Auftrag, den wir von Jesus Christus haben, bleibt. Damit bleibt die Grundlage unseres Wesens und unserer Sendung als Kirche:

  • Wir werden weiterhin im Gebet Gott loben und ihm danken, die Bitten der Menschen vor ihn bringen, wir werden die Sakramente feiern und spenden.

  • Wir werden uns weiterhin mit Gottes Wort auseinandersetzen und danach fragen, wie wir es besser verstehen und bezeugen können.

  • Wir werden uns auch in Zukunft tatkräftig dem Nächsten zuwenden, damit Gottes Liebe, die allen Menschen gilt, sichtbar und erfahrbar wird.

  • Und wir werden auch in Zukunft all das nicht allein tun, sondern in der Gemeinschaft der Kirche.

    Aber zugleich gilt, dass sich die Umstände ändern, unter denen wir Menschen leben; und es gilt auch, dass wir als Kirche nicht so zu tun können, als ob uns das nicht betrifft und nichts angeht. Deshalb:

    • Wir werden die Sakramente feiern und spenden – aber sicher werden sich Zeiten und Häufigkeiten unseres Angebotes ändern müssen.

    • Wir werden Kinder und Jugendliche, erwachsene und alte Menschen im Glauben begleiten – aber sicher müssen wir neu danach fragen, ob die gewählten Mittel und Wege noch die richtigen sind.

  • Wir werden für Menschen in Not da sein – aber ganz gewiss werden wir uns noch bewusster machen müssen, dass das eine Aufgabe für uns alle ist.

  • Und wir werden neu danach fragen müssen, was es heißt, gemeinsam Kirche Jesu Christi in dieser Welt zu sein.

    Ich bin unseren Pfarrgemeinderäten sehr dankbar, dass sie die Initiative ergriffen haben, sich neu diesen Fragen zu stellen. Mehr Informationen finden Sie dazu in diesem Pfarrbrief!

    Liebe Schwestern und Brüder,
    Zeiten der Veränderung sind spannende und herausfordernde Zeiten. Mich trösten und stärken die Worte, die in einem unserer eucharistischen Hochgebete der Heiligen Messe enthalten sind:

    „Gott, unser Vater, du lässt uns niemals allein auf unserm Weg und bist immer da für uns.
    Heute führst du deine pilgernde Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes.
    Du bahnst ihr den Weg durch diese Zeit in die ewige Freude deines Reiches durch unseren Herrn Jesus Christus.

    Stärke uns in der Einheit.
    Lass uns in Gemeinschaft mit deinem ganzen Volk
    in Vertrauen und Hoffnung deine Wege gehen
    und für alle eine Quelle der Freude und Zuversicht sein.“

    In diesem Vertrauen auf Gottes Führung grüße ich Sie herzlich

    Ihr
    Pfr. Florian Böth Pfarradministrator

Liebe Pfarrgemeinden von St Peter und St. Paulus!

Diesen Sommer haben uns alle nicht vorhersehbare Ereignisse überrascht. Die sicherlich nicht einfache Entscheidung von Jan Kremer aus dem priesterlichen Dienst auszuscheiden und die fast zeitgleich stattfindende Versetzung von Marek Belinski (Gemeindereferent in St. Paulus) nach Horas / Niesig hinterlassen nun große Herausforderungen für unsere beiden Gemeinden. Wir dürfen jedoch wissen, dass wir auch in diesen Zeiten nicht alleine sind. Neben unserem unerschütterlichen Glauben an unseren Herrn Jesus Christus stärkt uns auch die gute Gemeinschaft unserer lebendigen und funktionierenden Gemeinden. Wir Pfarrgemeinderäte von St. Paulus und St. Peter sind überzeugt, dass wir mit dem, in unseren Pfarreien schon oft unter Beweis gestellten, Ideenreichtum, unserem Optimismus und dem bewundernswerten Engagement der Menschen vor Ort gestärkt aus diesen Herausforderungen hervorgehen werden.

Begleitet werden wir hierbei von engagierten Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen beider Pfarreien, die bereits in den letzten Wochen gezeigt haben, dass uns so schnell nichts umhaut.
Wir wollen Ihnen jedoch auch nicht verschweigen, dass viel Arbeit vor uns allen liegt. Bis zur Ernennung eines neuen Pfarrers möchten wir deshalb gemeinsam mit Ihnen ein „ Zukunftsforum“ gestalten. Hier sollen zunächst einmal alle Fragen, Gedanken und Ideen der Gemeindemitglieder Raum bekommen und gesammelt werden. In Arbeitsgruppen werden diese dann verarbeitet und im Anschluss der ganzen Gemeinde vorgestellt. Die Ergebnisse sollen es dem Pfarrteam und später auch einem neuen Gemeindepfarrer ermöglichen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um unsere beiden Gemeinden zukunftsfähig zu gestalten.
Zur Mitarbeit brauchen wir deshalb unbedingt Sie!
Uns ist dabei wichtig, dass

  • jeder gehört wird und seine Sorgen, Gedanken und Ideen einbringen kann.

  • wir weiterhin in der bewährten engen Gemeinschaft zwischen St. Peter und St. Paulus an der Entwicklung der Zukunft arbeiten.

  • wir möglichst viele Gemeindemitglieder erreichen, beteiligen und vor allem im Hinblick auf vielleicht notwendige Veränderungen „mitnehmen“.

• wir auch nach außen tragen, dass das Zentrum unserer Kirche Jesus Christus selbst ist, der uns in jedem Moment, auch in dieser Zeit des Übergangs, trägt.

Es ist uns ein großes Anliegen, dieses Projekt gemeinsam mit Ihnen allen zu gestalten, denn als getaufte und gefirmte Christen sind wir gemeinsam die Kirche, die den Leib Christi bildet. Wir sind davon überzeugt, dass uns in dieser Gemeinschaft und bei unserem Tun der Geist Gottes leiten und lenken wird und möchten uns schon jetzt für Ihre Unterstützung bedanken.

ABLAUF

Ein Zukunftsforum braucht vor allem zuerst einmal ein Forum. Dies möchten wir im Anschluss an einen gemeinsamen Gottesdienst schaffen.
Am 28.10.2018 findet deshalb nach dem 10.00 Uhr-Gottesdienst in der Rabanus-Maurus-Kirche eine offene Frage- und Ideenrunden (moderiert von Mitarbeitern des Bistums) statt. Hier sollen Ihre Anregungen gesammelt werden. Wer sich in großer Runde eher unwohl fühlt oder den Termin nicht wahrnehmen kann, der kann sich bereits ab dem 30.09.18 schriftlich äußern. Hierfür werden „Briefkästen“ in den Kirchen bereitstehen. Sie können uns natürlich selbstverständlich auch per E-Mail erreichen: info@st-paulus.de; info@st-peter.de.

Im Anschluss an das Zukunftsforum findet ein Kirchplatzempfang statt, der ausreichend Platz für persönliche Gespräche und Gemeinschaft bietet.
Aus den gesammelten Anregungen sollen konkrete Fragestellungen entwickelt werden, die dann in Arbeitsgruppen zu beantworten sind. Die Arbeitsgruppen können von Mitgliedern des PGR begleitet werden und sollen selbstorganisiert Vorschläge für die Zukunft unserer Pfarrgemeinden erarbeiten. Jeder ist herzlich eingeladen, sich in eine Arbeitsgruppe einzubringen.

Die Arbeitsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse dann im Anschluss an den gemeinsamen Sonntagsgottesdienst am 2. Advent, 9. Dezember, 10.15 Uhr, in St. Paulus.
Bitte beachten Sie an den genannten Termine auf die geänderte Gottesdienstordnung.

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Ihnen den vor uns liegenden Herausforderungen zu begegnen um unserer Gemeinde Zukunft zu ermöglichen.

Ihre PGRs aus St. Peter und St. Paulus

 

Das Interview zum Zukunftsforum

Dem Interview stellen sich die Sprecher der Pfarrgemeinderäte, Dr. Ulrich Schaller und Tina Schwind, Pfarradministrator Pfr. Florian Böth, Gemeindereferent Wolfgang Uffelmann und Gabriele Beck, Gemeindeberatung im Bistum Fulda. Das Interview moderierte Benedikt Ströher, Bistum Fulda.


Wozu gibt es das Zukunftsforum?

Dr. Ulrich Schaller:
Seit Sommer gibt es viele Fragen zur Zukunft unserer Pfarreien, auch wurde vielfach der Wunsch geäußert, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Uns ist wichtig, dass

  • jeder gehört wird,
  • wir weiterhin in der bewährten engen Gemeinschaft zwischen St. Peter und St. Paulus an der Entwicklung der Zukunft arbeiten,
  • wir möglichst viele Gemeindemitglieder erreichen, beteiligen und vor allem im Hinblick auf vielleicht notwendige Veränderungen „mitnehmen",
  • wir auch noch außen tragen, dass das Zentrum unserer Kirche Jesus Christus selbst ist, der uns in jedem Moment,
    auch in dieser Zeit des Übergangs trägt.

Wir nehmen unsere Zukunft gemeinsam in den Blick und in die Hand!



Wie ist die aktuelle Personalsituation bei den Seelsorgern?

Pfarradministrator Pfr. Florian Böth:

Neben meiner übertragenen Aufgabe als Pfarradministrator in St. Peter und St. Paulus bin ich als Kirchenrektor für die St. Michaelskirche in Fulda zuständig.

Zudem leite ich die Arbeitsgruppe "Geistliche Dimension im Bistumsprozess" und arbeite als Mitglied in der Steuerungsgruppe des Bistumsprozesses mit.
Dazu kommen noch abschließende Arbeiten für meine Promotion.


Kaplan Togar Pasaribu

ist neben seiner Tätigkeit in St. Peter und St. Paulus noch Diözesanpräses bei der Katholischen Jugend im Bistum Fulda (KJF) und
priesterlicher Begleiter der Initiative "Nightfever" in Fulda.


Gemeindereferent Wolfgang Uffelmann

ist mit 16 Stunden pro Woche für St. Peter und St. Paulus da. Der Rest seiner Arbeitszeit verteilt sich auf die Pfarrei St. Elisabeth in Lehnerz
und die Stelle zur Berufungspastoral im Bistum Fulda.


Gemeindeassistent Steffen Büdel

befindet sich im letzten Jahr seiner Ausbildung zum Gemeindereferenten. Deshalb beträgt seine ihm für die beiden Pfarreien zur Verfügung
stehende Zeit 30,5 Stunden pro Woche.


Gemeindereferentin Gerlinde Leibold

kümmert sich um die Seelsorge in den Seniorenheimen der AWO in Petersberg, Alte Ziegelei, und in Fulda-Ziehers-Nord, Bonhoefferstraße

sowie des DRK in Petersberg, Am Roten Rain.


Gemeindereferent Marek Bilinski

hat am 1. August seine neue Stelle in Fulda-Horas angetreten. Seine Stelle in St. Paulus wird nicht wieder besetzt.
Deshalb übernehmen Wolfgang Uffelmann und Steffen Büdel seit Sommer auch Aufgaben in der Pfarrei St. Paulus.


Dazu kommen eine Vielzahl Ehrenamtliche in den Pfarreien St. Peter und St. Paulus.


Perspektivisch wird sich auf hauptamlicher Seite bis in ca. 10 Jahren für 5000 Katholiken

  • ein Priester - als Pfarrer, mitarbeitender Priester oder Kaplan
  • ein Laie im pastoralen Dienst, z.B. ein Gemeindereferent


benannt werden.



Wie lange dauert es, bis ein neuer Pfarrer ernannt ist?

Pfarradministrator Pfr. Florian Böth:

Die Pfarrstelle der Pfarrei St. Peter ist gemeinsam mit St. Paulus ausgeschrieben worden. Bewerber können sich bis zum 4. November 2018 bei Diözesanadministrator Weihbischof Karlheinz Diez bewerben.


Ein neuer Pfarrer kann jedoch erst vom neuen Bischof ernannt werden. Wann das Bistum Fulda wieder einen Bischof haben wird, steht noch nicht fest.



Was hat das Ganze mit dem Bistumsprozess zu tun?

Gabriele Beck, Gemeindeberatung im Bistum Fulda:

Mit dem Prozess „Bistum 2030“ versucht unser Bistum auf die Herausforderungen der Gegenwart zu reagieren.

  • wir wachsen vor allem im Glauben, in der Hoffnung und in der (Nächsten-) Liebe zusammen
  • und wachsen gemeinsam als lebendige Gemeinschaft derer, die an die Zukunft der Sache Jesu glauben
  • dazu nehmen alle Getauften ihren Auftrag zum Zeugnis in Wort und Tat wahr
  • dazu haben wir Räume, in denen gefeiert, verkündet, geholfen wird
  • 45 Pfarreien bis zum Jahr 2030 - „wir rücken zusammen“


Was soll im Anschluss an das Zukunftsforum geschehen?

Tina Schwind:

In verschiedenen Arbeitsgruppen werden nun Themen bearbeitet und Vorschläge vorbereitet, die am 9. Dezember 2018 vorgestellt werden.

Wir hoffen auf Ihre Mittun in den diversen Arbeitsgruppen.

Gespeist aus den Rückmeldungen aus den aufgestellten Zettelboxen haben wir Informationstafeln vorbereitet, die Sie hier in der Kirche finden.
Und laden Sie herzlich zur Mitarbeit ein.

Natürlich besteht auch nach diesem Zukunftsforum die Möglichkeit, sich einzubringen und in den Arbeitsgruppen mitzuwirken.

Wir freuen uns auf das Gespräch und den Austausch mit Ihnen.



Wir begrüßen Sie herzlich
auf unserer Startseite
der Pfarrei St. Peter, Petersberg
und heißen Sie willkommen.

Sie sind eingeladen, sich umzusehen,
sich zu informieren,
Kontakte zu knüpfen
oder einfach mal zu stöbern,
z.B. bei den Gottesdiensten.

 

Berufe der Kirche im Bistum Fulda