Sakramente und Seelsorge

Beerdigung

„Trauernde trösten“ und „Tote begraben“

gehören zu den Werken der Barmherzigkeit.



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Wir sprechen Ihnen unsere aufrichtige Anteilnahme zu.
Wir wollen Trost und Hoffnung angesichts des Todes geben.


 

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Das Sterben eines Christen ist der Übergang zum Leben.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein,
keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
Offb. 21,4

 
VOM CHRISTLICHEN STERBEN
VON DER LITURGIE BEIM STERBEN

(Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et Spes, Art. 18)


Das Unbegreifliche des Todes


1. Angesichts des Todes wird das Rätsel des menschlichen Daseins am Größten. Der Mensch erfährt nicht nur Schmerz und den fortschreitenden Abbau des Leibes, sondern auch die Furcht vor immerwährendem Verlöschen. Er empfindet aber richtig, wenn er sich gegen die Vorstellung der völligen Zerstörung und den endgültigen Untergang seiner Person sträubt. Der Keim der Ewigkeit im Menschen wehrt sich gegen den Tod. Unüberwindlich ist in seinem Herzen das Verlangen nach einem weiteren Leben.
Christus. Sieger über den Tod

2. Christus hat das Schicksal des Menschen voll und ganz auf sich genommen. Erhöht am Kreuz, hat er allean sich gezogen und sie in seiner Auferstehung zu einem neuen Leben hinübergeführt. So hat er den Tod besiegt, die Menschen mit dem Vater versöhnt und ihnen den Zugang zur Vollendung geöffnet.
Durch die Sendung des Geistes hat er die Menschen zu seinen Brüdern und Schwestern gemacht, die an seinem Leben teilhaben.

Das Sterben des Christen: Übergang zum Leben

3. In den Sakramenten strömt Christi Leben auf die Gläubigen über. Besonders in der Taufe und in der Eucharistie wird der Christ mit dem Herrn vereint und gewinnt Anteil an Christi Tod und Auferstehung. Im Sterben vollendet sich, was im Leben sakramental grundgelegt wurde. Wenn Christus wiederkommt und die ganze Schöpfung von der Verderbnis der Sünde und des Todes befreit ist, wird die Herrlichkeit des Herrn an den Erlösten offenbar.
Wer daher lebt und stirbt im Glauben an das gemeinsame Schicksal mit dem Herrn, in der Hoffnung und in der Liebe zu Gott und den Menschen, für den ist das Sterben Übergang ins neue Leben.

Das Sterben des Christen in der Gliedschaft der Kirche

4. Weil der Christ durch die Taufe Glied des Leibes Christi geworden ist, betrifft sein Sterben nicht nur ihn selbst, seine Familie und seine Freunde, sondern auch die Kirche. Darum begleitet sie nicht nur das Leben, sondern auch das Sterben der Gläubigen mit ihrem Gebet und den Sakramenten.

Die Gemeinschaft mit Christus, in der alle Gläubigen zur Verherrlichung Gottes und zum Gebet füreinander berufen sind, besteht auch mit den Verstorbenen weiter. Die Kirche auf Erden kann daher den Verstorbenen, die der Läuterung bedürfen, durch ihre Fürbitte helfen. Darum ist es ein heiliger und frommer Gedanke, für den Verstorbenen zu beten (vgl. 2 Makk 12,45).

Auch mit der himmlischen Kirche sind die Verstorbenen verbunden. Denn die Brüder und Schwestern, die nicht mehr "fern vom Herrn in der Fremde leben und in diesem Leib zu Hause sind", sondern beim Herrn daheim sind (vgl. 2 Kor 5,6-9), hören nicht auf, durch ihn, mit ihm und in ihm beim Vater Fürbitte einzulegen. So kann den Pilgernden auf Erden und die Vollendung im Himmel, die in Christen geeint sind, jenen zu Hilfe, die durch den Tod hinübergehen zum Leben.

Dienste der kirchlichen Gemeinschaft


5. Die Angehörigen und die Gemeinde stehen dem Kranken und Sterbenden bei, sind ihm nahe und beten mit ihm und für ihn. Die Kirche spendet ihm die Sakramente (Buße, Krankensalbung, Wegzehrung). An den Tagen zwischen Tod und Begräbnis gedenkt sie bei der Eucharistiefeier, beim Stundengebet und bei der Totenwache in besonderer Weise des Verstorbenen.
6. Beim Begräbnis erweist die Gemeinde dem Verstorbenen einen Dienst brüderlicher Liebe und ehrt den Leib, der in der Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden ist. Sie gedenkt dabei des Todes und der Auferstehung des Herrn; sie erwartet in gläubiger Hoffnung die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Toten. So ist die Begräbnisfeier Verkündigung der Osterbotschaft.

7. Das christliche Begräbnis ist ferner Anlaß ernster Besinnung auf das Todesschicksal des Menschen, auf Gottes Gericht und Barmherzigkeit und die Erlösung. Da der Christ auch als Erlöster durch seine Sünde und sein Versagen Schuldner vor Gott geworden ist, versammelt sich die Gemeinde, um Fürbitte für den Verstorbenen einzulegen. Mit dem erhöhten Herrn bittet sie den Vater um Vergebung aller Schuld.

8. Die Gemeinde, besonders der Vorsteher, hat die Aufgabe, beim Begräbnis, die Angehörigen in der Hoffnung zu stärken und sie durch christlichen Trost aufzurichten. So ist die ganze Feier in gleicher Weise Ausdruck von Trauer und Hoffnung.

9. Besondere Bedeutung kommt der Eucharistiefeier zu. In ihr gedenkt die Gemeinde
des Todes und der Auferstehung des Herrn, in ihr sagt sie Dank für die Erlösung, feiert das
Opfer Christi und legt Fürbitte für den Verstorbenen ein. Am Tisch des Herrn wird sie aufs
Tiefste auch mit dem Verstorbenen verbunden.

Aufgaben der Verkündigung

10. Der Sinn des christlichen Sterbens und der Begräbnisliturgie soll in Predigt und Katechese dargelegt und so den Gläubigen bewußt gemacht werden.

Erdbestattung und Einäscherung

11. Die Kirche sieht in der Erdbestattung eine besondere Ähnlichkeit mit dem Begräbnis des Herrn. Doch auch dann, wenn der Gläubige seinen Leichnam zur Einäscherung bestimmt, hat er das Recht auf eine kirchliche Bestattung.

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